Schwangerenvorsorge

Was gibt es Schöneres als neues Leben auf die Welt zu bringen? Dennoch wirft eine Schwangerschaft viele Fragen auf. Wir beantworten sie gerne, mit Verständnis und langjähriger Erfahrung. Damit Sie größtmögliche Sicherheit erhalten und die Schwangerschaft unbeschwert genießen können. Wir möchten Ihnen diese Zeit so einzigartig und sorgenfrei wie möglich bereiten.

Wir bieten Ihnen eine umfassende Betreuung vor, während und nach der Schwangerschaft, bei Bedarf in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit spezialisierten Praxen und Kliniken:

  • Optimale Vorbereitung auf die Schwangerschaft
  • Schwangerenvorsorge, inklusive der Begleitung von Risikoschwangerschaften
  • Invasive und nicht-invasive Untersuchungen der pränatalen Diagnostik (Ersttrimesterscreening, Bluttest auf Chromosomenstörungen, Feinultraschall, Doppleruntersuchungen, Fruchtwasserpunktion)
  • Erweiterte Infektionsdiagnostik (CMV, Toxoplasmose, ß-Streptokokken etc.)

Hier finden Sie praktische Informationen rund um die Schwangerschaft sowie zu unseren Leistungen im Rahmen der Schwangerenvorsorge. Außerdem haben wir Antworten auf häufige Fragen unserer Patientinnen für Sie zusammengestellt.

Informationen zur Hebamme

wichtige Informationen zur Hebammenbetreuung

Eine Hebamme kann Sie während der Schwangerschaft, rund um die Geburt und in der ersten Zeit mit Ihrem Baby wertvoll begleiten. Deshalb empfehlen wir Ihnen, sich bereits zu Beginn der Schwangerschaft nach einer Hebamme umzusehen.

Gerade in Bayern ist die Situation aktuell angespannt, da viele Hebammen stark ausgelastet sind. Wenn Sie frühzeitig Kontakt aufnehmen, erhöhen Sie die Chance, eine Hebamme zu finden, die Sie im Wochenbett und bei Bedarf auch schon während der Schwangerschaft begleitet. 

Die Betreuung durch eine Hebamme ist kein Muss, sondern eine Empfehlung. Wenn Sie bereits Kinder haben und sich sicher fühlen oder keine Unterstützung wünschen, entscheiden Sie natürlich selbst, ob Sie eine Hebamme in Anspruch nehmen möchten.

Für gesetzlich versicherte Patientinnen werden die Leistungen einer Hebamme, insbesondere die Betreuung im Wochenbett, von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
 

So finden Sie eine Hebamme

Eine einfache Möglichkeit zur Suche bietet die bayernweite Hebammensuche:

www.hebammensuche.bayern 

Geben Sie dort Ihren voraussichtlichen Entbindungstermin und Ihre Postleitzahl ein. Je nach verfügbaren Kapazitäten werden Ihnen passende Hebammen in Ihrer Region angezeigt. (⁠Hebammensuche Bayern)
 

Unsere Hebamme in der Praxis

Auch in unserer Praxis steht Ihnen unsere Hebamme Frau Theresa Schiedeck zur Seite. Sie begleitet Sie während der Schwangerschaft mit Rat und Tat und bietet auch eine Nachbetreuung im Wochenbett an.

Wir empfehlen Ihnen, sich frühzeitig um eine Hebammenbetreuung zu kümmern – damit Sie diese besondere Zeit gut begleitet erleben können.

Pränataldiagnostik – vorgeburtliche Untersuchungen

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit mit vielen Fragen. Wir möchten Sie frühzeitig über die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik informieren und Sie bei Ihren Entscheidungen begleiten.
 

Pränataldiagnostik in unserer Praxis

In unserer Praxis führen wir die wichtigen Untersuchungen der Pränataldiagnostik selbst durch.

Durch die DEGUM-II-Zertifizierung und FMF-Zertifizierung von Frau Dr. Jánky verfügen wir über eine besondere Qualifikation im Bereich der vorgeburtlichen Ultraschalldiagnostik.

Wir bieten eine eigene pränatale Sprechstunde an. Dadurch müssen Sie für diese Untersuchungen nicht extra in eine andere Praxis oder Klinik überwiesen werden – die gesamte Betreuung erfolgt bequem bei uns.

Bereits beim Schwangerschaftsvorsorgetermin zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche informieren wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik und beraten Sie individuell.

Dabei besprechen wir mit Ihnen die verschiedenen Untersuchungen, deren Aussagekraft, den Ablauf sowie die jeweiligen Kosten, damit Sie in Ruhe entscheiden können, welche Untersuchungen Sie in Anspruch nehmen möchten.

Wir empfehlen grundsätzlich zwei wichtige Untersuchungen:

  1. Ersttrimesterscreening (12.–14. Schwangerschaftswoche)
  2. Feinultraschall (20.–22. Schwangerschaftswoche)

Je nach Wunsch und individueller Situation kann zusätzlich ein nicht-invasiver Pränataltest (NIPT) durchgeführt werden.
 

Ersttrimesterscreening (12.–14. Schwangerschaftswoche)

Das Ersttrimesterscreening ist eine umfangreiche Ultraschalluntersuchung in einer frühen Phase der Schwangerschaft.

Der optimale Zeitraum ist:

  • 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswochen
  • idealerweise zwischen 12+0 und 13+0 Schwangerschaftswochen

Die Untersuchung besteht aus mehreren Bestandteilen:

1. Früher Feinultraschall

Dabei werden die Entwicklung und die Organe Ihres Babys sehr genau beurteilt, unter anderem:

  • Kopf und Gehirnentwicklung
  • Gesicht
  • Wirbelsäule
  • Arme und Beine
  • Herz und wichtige Organe

Hier können insbesondere größere Fehlbildungen frühzeitig erkannt werden.

2. Beurteilung von Markern für Chromosomenstörungen

Zusätzlich suchen wir nach bestimmten Ultraschallzeichen („Marker“), die Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Chromosomenstörungen geben können.

Dazu gehört unter anderem die Messung der Nackenfalte.

Aus den Ultraschallbefunden und weiteren Faktoren kann eine individuelle Risikoberechnung für die drei häufigsten Chromosomenstörungen erfolgen:

  • Trisomie 21
  • Trisomie 18
  • Trisomie 13

3. Präeklampsie-Risikoberechnung

Zusätzlich führen wir eine Risikoeinschätzung für eine mögliche Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) durch.

Das Ersttrimesterscreening ist somit eine sehr umfassende Untersuchung, die weit über eine normale Ultraschallkontrolle hinausgeht.

Kosten:
Das Ersttrimesterscreening ist keine reguläre Kassenleistung und kostet aktuell 249 Euro.
 

NIPT – nicht invasiver Pränataltest (Prenatest®)

Der NIPT ist eine einfache Blutuntersuchung der Mutter.

Dabei wird kindliche DNA im mütterlichen Blut untersucht, um das Risiko für die drei häufigsten Chromosomenstörungen einzuschätzen:

  • Trisomie 21 (Down-Syndrom)
  • Trisomie 18
  • Trisomie 13

Die Untersuchung ist für Mutter und Kind ungefährlich.

Der Test auf diese Chromosomenstörungen wird bei entsprechender Voraussetzung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Wenn Sie möchten, kann zusätzlich das Geschlecht Ihres Babys bestimmt werden. Dies muss ausdrücklich zusätzlich beauftragt werden und kostet aktuell etwa 40 Euro.

Der NIPT ersetzt nicht die Ultraschalluntersuchung. Beide Untersuchungen ergänzen sich sinnvoll:
Der NIPT untersucht die Chromosomen, während der Ultraschall die Entwicklung und die Organe Ihres Kindes beurteilt.
 

Feinultraschall (20.–22. Schwangerschaftswoche)

Der Feinultraschall ist eine ausführliche Ultraschalluntersuchung im zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Der optimale Zeitraum liegt zwischen der:
20. und 22. Schwangerschaftswoche

Dabei werden die Organe Ihres Babys nochmals sehr genau untersucht, unter anderem:

  • Gehirnstrukturen
  • Herz und Herzfunktion
  • Herzklappen
  • Wirbelsäule
  • Gesicht (z. B. Beurteilung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte)
  • Bauchorgane
  • Arme und Beine

Viele kleinere Auffälligkeiten lassen sich zu diesem Zeitpunkt besser beurteilen als im Ersttrimesterscreening.

Der Feinultraschall ist:

  • ab dem 35. Lebensjahr eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen
  • ansonsten eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)

Kosten bei Selbstzahlerleistung: aktuell 249 Euro
 

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen die Kombination aus:

  • Ersttrimesterscreening mit Risikoberechnung
  • gegebenenfalls NIPT
  • Feinultraschall

Diese Untersuchungen ermöglichen eine besonders genaue Beurteilung der Entwicklung Ihres Kindes und geben vielen Eltern zusätzliche Sicherheit.

Bitte beachten Sie: Auch moderne pränatale Untersuchungen können nicht alle Erkrankungen oder Fehlbildungen erkennen und stellen keine Garantie für ein gesundes Kind dar.

Bei Fragen beraten wir Sie gerne persönlich in unserer Praxis.

Begleitpersonen in der Schwangerschaft

unsere Regelung

Wir verstehen sehr gut, dass Sie besondere Momente Ihrer Schwangerschaft – wie den ersten Herzschlag Ihres Babys oder Ultraschallbilder – gerne mit Ihrem Partner oder einer nahestehenden Person gemeinsam erleben möchten. Diesen Wunsch begrüßen wir ausdrücklich.

Damit wir eine ruhige und angenehme Atmosphäre für alle Schwangeren gewährleisten können, haben wir folgende Regelung:

Eine Begleitperson ist zu folgenden Terminen herzlich willkommen:

  • Feststellung der Schwangerschaft
  • den drei regulären Ultraschalluntersuchungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden
  • Ersttrimester-Screening, wenn Sie diese Untersuchung wünschen
  • Feinultraschall, wenn Sie diese Untersuchung wünschen
  • Ultraschall zur Geschlechtsbestimmung ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche, wenn Sie das Geschlecht Ihres Babys erfahren möchten

Bitte beachten Sie: Es kann immer nur eine Begleitperson mitkommen – entweder der werdende Vater, eine Bezugsperson aus Ihrer Familie oder eine Freundin.

Bei den übrigen regulären Vorsorgeterminen bitten wir um Verständnis, dass keine Begleitpersonen möglich sind. Unsere Praxis betreut sehr viele Schwangere und ist räumlich begrenzt. Mit dieser Regelung möchten wir eine ruhige, geschützte und angenehme Umgebung für alle Patientinnen erhalten.

Kinder können wir leider nicht mit in die Untersuchungsräume nehmen, da wir keine Betreuungsmöglichkeiten anbieten können und aus organisatorischen sowie versicherungstechnischen Gründen keine Kinder in den Untersuchungszimmern erlaubt sind.

Wenn eine Begleitung zu einem Termin nicht vorgesehen ist, kann die Begleitperson gerne vor den Praxisräumen im Wartebereich/Flur warten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. Damit helfen Sie uns, Ihnen und allen anderen Schwangeren eine bestmögliche Betreuung zu ermöglichen.

Impfungen in der Schwangerschaft

Schutz für Mutter und Kind

In der Schwangerschaft gibt es Impfungen, die besonders empfohlen werden, um Sie selbst, Ihr Baby oder beide zu schützen.

Wir beraten Sie gerne zu den empfohlenen Impfungen und führen diese direkt in unserer Praxis durch.
 

Influenza-Impfung (Grippeimpfung)

Eine Influenza-Erkrankung kann in der Schwangerschaft schwerer verlaufen als bei nicht schwangeren Frauen. Schwangere gehören deshalb zu einer Risikogruppe für schwere Verläufe.

Eine Grippeinfektion kann unter anderem zu:

  • hohem Fieber
  • ausgeprägtem Krankheitsgefühl
  • Komplikationen bis hin zu einem Krankenhausaufenthalt

führen.

Die Influenza-Impfung schützt vor allem die Mutter vor einem schweren Verlauf.

Wann wird geimpft?

Die Impfung ist während der gesamten Schwangerschaft möglich und wird in der Grippesaison empfohlen.

In unserer Praxis führen wir die Influenza-Impfung in der Regel ab 16+0 Schwangerschaftswochen durch.

Wir impfen während der Saison von:
September bis Juni

Im Juli und August führen wir keine Influenza-Impfungen durch.

Da sich die Grippeviren jedes Jahr verändern, gibt es für jede Saison einen neuen Impfstoff. Die Impfstoffe für die neue Saison erhalten wir in der Regel Ende September.

Dadurch kann es vorkommen, dass eine Schwangere in zwei aufeinanderfolgenden Grippesaisons geimpft wird, wenn sie beispielsweise bereits in der vorherigen Saison und erneut im Herbst/Winter derselben Schwangerschaft noch schwanger ist.

Kosten und Nebenwirkungen

Die Influenza-Impfung wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Die Impfung wird in der Schwangerschaft sehr gut vertragen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten.
 

Keuchhusten-Impfung (Pertussis-Impfung)

Keuchhusten kann für Neugeborene gefährlich werden, da junge Babys selbst noch keinen ausreichenden Impfschutz haben.

Die Impfung in der Schwangerschaft schützt vor allem Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten, indem mütterliche Antikörper über die Plazenta weitergegeben werden.

Dadurch kann das Risiko einer schweren Keuchhusten-Erkrankung beim Neugeborenen deutlich reduziert werden.

Wann wird geimpft?

Wir empfehlen die Pertussis-Impfung routinemäßig im 3. Schwangerschaftsdrittel, bei uns in der Praxis in der Regel um die 28. Schwangerschaftswoche.

Die Impfung kann bei Bedarf auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Wichtig:
Die Impfung wird in jeder Schwangerschaft empfohlen – unabhängig davon, wann die letzte Pertussis-Impfung erfolgt ist.

Kosten und Nebenwirkungen

Die Pertussis-Impfung wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Die Impfung ist sehr gut untersucht und wird in der Schwangerschaft gut vertragen. Häufige Reaktionen können leichte Schmerzen an der Einstichstelle oder ein vorübergehendes Unwohlsein sein.
 

Impfschutz der engen Kontaktpersonen Ihres Babys

Nicht nur die Mutter, sondern auch enge Betreuungspersonen sollten einen aktuellen Pertussis-Impfschutz haben.

Dazu gehören insbesondere:

  • der werdende Vater
  • Großeltern
  • andere Personen, die regelmäßig Kontakt zum Neugeborenen haben

Eine Auffrischungsimpfung wird empfohlen, wenn die letzte Pertussis-Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt.

Wir bieten diese Impfungen gerne auch für Angehörige direkt in unserer Praxis an.

Der Vater oder die Großeltern können einfach gemeinsam mit Ihnen zum Termin kommen und den Impfausweis mitbringen.

Bei Fragen zu Impfungen in der Schwangerschaft sprechen wir Sie gerne persönlich an.

Erkältung / Schmerzen / Fieber in der Schwangerschaft

was tun?

Eine Erkältung ist in der Schwangerschaft sehr häufig und in den meisten Fällen harmlos. Sie müssen Beschwerden nicht einfach aushalten, nur weil Sie schwanger sind. Viele Symptome können mit geeigneten, kurzfristig angewendeten Medikamenten gut gelindert werden.
 

Schmerzen und Fieber

Bei Schmerzen oder Fieber ist Paracetamol das Mittel der ersten Wahl in der Schwangerschaft.

  • Paracetamol 500 mg ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
  • Bei Bedarf können Sie 1 Tablette bis zu alle 6 Stunden einnehmen.
  • Maximal: 4 Tabletten à 500 mg pro Tag.

Wenn Paracetamol nicht ausreichend hilft, kann bei stärkeren Kopfschmerzen (z. B. migräneartigen Beschwerden) Ibuprofen manchmal besser wirken.

  • Ibuprofen 400 mg kann bis zur 28. Schwangerschaftswoche kurzfristig eingesetzt werden.
  • Einnahme bei Bedarf bis zu alle 8 Stunden (maximal 3 Tabletten pro Tag).
  • Nach der 28. Schwangerschaftswoche sollte Ibuprofen nicht mehr eingenommen werden.
     

Bei Erkältung

Wichtig sind:

  • ausreichend trinken
  • Ruhe und Schlaf
  • regelmäßiges Lüften
  • warme Getränke (z. B. Ingwertee oder Erkältungstee)

Zur Unterstützung können kurzfristig eingenommen werden:

  • Vitamin C (1–2 g täglich)
  • Zink (20 mg täglich)

Beides erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.
 

Schnupfen / verstopfte Nase

Bei Schnupfen helfen:

  • Meerwasser-Nasenspray
  • Nasenspülungen
  • Inhalationen

Bei starker verstopfter Nase, insbesondere wenn der Schlaf beeinträchtigt ist, können abschwellende Nasensprays kurzfristig angewendet werden, zum Beispiel:

  • Nasivin® (Oxymetazolin)
  • Otriven® (Xylometazolin)

Bitte nur nach Bedarf und möglichst wenige Tage anwenden.
 

Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen können kurzfristig helfen:

  • Dolo-Dobendan® Lutschtabletten
    (1 Lutschtablette bei Bedarf langsam im Mund zergehen lassen, maximal 8 Tabletten pro Tag)
  • Emser® Pastillen
  • isla® Pastillen
  • warme Getränke
  • Honig (falls verträglich)
  • Gurgeln mit Salzwasser
     

Husten

Hilfreich sind:

  • viel trinken
  • Inhalationen
  • Honig bei trockenem Reizhusten

Bei Bedarf können kurzfristig geeignete Hustenpräparate eingesetzt werden, zum Beispiel:

  • Prospan® (Efeu-Extrakt)

Bei Unsicherheit können Sie uns gerne fragen.
 

Wann sollten Sie uns kontaktieren?

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn:

  • das Fieber über 38 °C trotz Paracetamol nicht sinkt
  • Sie sich deutlich krank oder sehr unwohl fühlen
  • die Beschwerden über mehrere Tage nicht besser werden oder sich verschlechtern
  • Sie eine Abnahme der Kindsbewegungen bemerken

Bei einem normalen Infekt ohne anhaltendes Fieber und bei guten Kindsbewegungen müssen Sie nicht wegen jeder Erkältung in die Praxis kommen. Probieren Sie zunächst die oben genannten Maßnahmen aus und schonen Sie sich.

Wir wünschen Ihnen eine gute Besserung!

B-Streptokokken-Test

wichtige Untersuchung vor der Geburt

Was ist das?

Bei diesem Test wird mit einem schmerzlosen Abstrich aus dem Vaginal- und Afterbereich untersucht, ob B-Streptokokken (Gruppe-B-Streptokokken) vorhanden sind.
 

Wann wird der Test durchgeführt?

Wir empfehlen den Test zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche und bieten ihn in diesem Zeitraum automatisch an.
 

Wie läuft es ab?

Der Abstrich dauert nur wenige Sekunden. Das Ergebnis liegt in der Regel bis zu Ihrem nächsten Termin vor und wird in Ihren Mutterpass eingeklebt.
 

Warum ist der Test sinnvoll?

Bei einem positiven Ergebnis besteht unter der Geburt ein erhöhtes Risiko, dass das Bakterium auf das Neugeborene übertragen wird. In diesem Fall erhalten Sie bei Beginn der Geburt im Kreißsaal ein Antibiotikum, um Ihr Baby zu schützen. Eine Behandlung bereits in der Schwangerschaft ist nicht erforderlich.
 

Kosten:

Der B-Streptokokken-Test ist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht regulär übernommen.

Wir empfehlen den Test allen Schwangeren, um frühzeitig Klarheit zu haben und die Geburt bestmöglich vorzubereiten.

Nach der Geburt

was ist wichtig?

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres Babys!
Auch nach der Schwangerschaft sind wir gerne für Sie da und begleiten Sie in der Zeit nach der Geburt.
 

Ihre Kontrollen nach der Geburt

Nach den Mutterschaftsrichtlinien sind nach der Geburt 2 Untersuchungen vorgesehen:

1. Kontrolle: innerhalb der ersten 7 Tage nach der Geburt

Die erste Kontrolle sollte idealerweise in der ersten Woche nach der Geburt stattfinden.

Bei diesem Termin geht es vor allem darum, wie es Ihnen nach der Geburt geht. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und besprechen:

  • Wie ist die Geburt verlaufen?
  • Wie fühlen Sie sich körperlich?
  • Gibt es Beschwerden oder Schmerzen?
  • Funktioniert das Stillen gut oder gibt es Stillprobleme?
  • Benötigen Sie Unterstützung oder weitere Informationen?

Zusätzlich:

  • kontrollieren wir den Stand der Gebärmutter, damit wir beurteilen können, ob die Rückbildung gut verläuft
  • führen wir eine Blutkontrolle durch

Diese erste Untersuchung ist bewusst eine kurze Kontrolle und dient vor allem dazu, sicherzustellen, dass Sie sich nach der Geburt gut erholen.

2. Kontrolle: die große Wochenbettuntersuchung nach 6–8 Wochen

Hier erfolgen:

  • eine gynäkologische Untersuchung inklusive vaginaler Untersuchung
  • Kontrolle der Rückbildung
  • Beurteilung des Beckenbodens
  • Besprechung eventueller Beschwerden nach der Geburt
  • Beratung zur Verhütung
  • Zeit für alle Fragen, die in den ersten Wochen mit Baby entstanden sind

Bitte bringen Sie zu diesem Termin gerne auch Ihr Baby mit. Wir freuen uns sehr, Ihr Neugeborenes kennenzulernen!
 

Terminvereinbarung nach der Geburt

Sobald Ihr Baby geboren ist, melden Sie sich bitte über unsere Online-Rezeption bei uns.

Wir vereinbaren dann den Termin für Ihre erste Wochenbettkontrolle.

Falls die erste Kontrolle innerhalb der ersten sieben Tage organisatorisch nicht möglich ist (zum Beispiel, wenn Ihr Baby oder Sie selbst noch im Krankenhaus sind), ist das kein Problem. In diesem Fall erfolgt die nächste Kontrolle im Rahmen der großen Wochenbettuntersuchung nach 6–8 Wochen.
 

Rückbildung – wichtig für Ihren Körper

Die Schwangerschaft und Geburt sind eine große Leistung für Ihren Körper. Eine gute Rückbildung ist deshalb besonders wichtig – vor allem für die Beckenbodenmuskulatur.

Wir empfehlen jeder Frau nach der Geburt die Teilnahme an einem Rückbildungskurs.

Möglichkeiten sind:

  • Rückbildungsgymnastik bei einer Hebamme
  • Kurse in Präsenz
  • Online-Rückbildungskurse
  • Angebote über Geburtskliniken

Regelmäßiges Training hilft, den Beckenboden wieder zu kräftigen und kann Beschwerden wie Belastungsinkontinenz oder ein Druckgefühl im Beckenboden vorbeugen.
 

Ergänzende Unterstützung mit Emsella®

Als Ergänzung zur klassischen Rückbildung bieten wir in unserer Praxis auch die Emsella®-Beckenbodenstimulation an.

Dabei sitzen Sie vollständig bekleidet auf einem speziellen Beckenbodenstuhl. Durch elektromagnetische Impulse werden sehr viele intensive Beckenbodenmuskelkontraktionen ausgelöst. Dadurch wird die Muskulatur besonders effektiv aktiviert und die Rückbildung kann unterstützt werden.

Emsella ersetzt keine Rückbildungsgymnastik, kann diese aber sinnvoll ergänzen.

Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie uns gerne bei Ihrer zweiten Wochenbettuntersuchung an. Wir bieten Ihnen jederzeit eine kostenlose Probesitzung an, sofern der Beckenbodenstuhl gerade verfügbar ist.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihr Baby auch nach der Geburt weiter begleiten zu dürfen!