Pränataldiagnostik – vorgeburtliche Untersuchungen

Pränataldiagnostik – vorgeburtliche Untersuchungen

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit mit vielen Fragen. Wir möchten Sie frühzeitig über die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik informieren und Sie bei Ihren Entscheidungen begleiten.

Pränataldiagnostik in unserer Praxis

In unserer Praxis führen wir die wichtigen Untersuchungen der Pränataldiagnostik selbst durch.

Durch die DEGUM-II-Zertifizierung und FMF-Zertifizierung von Frau Dr. Jánky verfügen wir über eine besondere Qualifikation im Bereich der vorgeburtlichen Ultraschalldiagnostik.

Wir bieten eine eigene pränatale Sprechstunde an. Dadurch müssen Sie für diese Untersuchungen nicht extra in eine andere Praxis oder Klinik überwiesen werden – die gesamte Betreuung erfolgt bequem bei uns.

Bereits beim Schwangerschaftsvorsorgetermin zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche informieren wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik und beraten Sie individuell.

Dabei besprechen wir mit Ihnen die verschiedenen Untersuchungen, deren Aussagekraft, den Ablauf sowie die jeweiligen Kosten, damit Sie in Ruhe entscheiden können, welche Untersuchungen Sie in Anspruch nehmen möchten.

Wir empfehlen grundsätzlich zwei wichtige Untersuchungen:

  1. Ersttrimesterscreening (12.–14. Schwangerschaftswoche)
  2. Feinultraschall (20.–22. Schwangerschaftswoche)

Je nach Wunsch und individueller Situation kann zusätzlich ein nicht-invasiver Pränataltest (NIPT) durchgeführt werden.


Ersttrimesterscreening (12.–14. Schwangerschaftswoche)

Das Ersttrimesterscreening ist eine umfangreiche Ultraschalluntersuchung in einer frühen Phase der Schwangerschaft.

Der optimale Zeitraum ist:

  • 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswochen
  • idealerweise zwischen 12+0 und 13+0 Schwangerschaftswochen

Die Untersuchung besteht aus mehreren Bestandteilen:

1. Früher Feinultraschall

Dabei werden die Entwicklung und die Organe Ihres Babys sehr genau beurteilt, unter anderem:

  • Kopf und Gehirnentwicklung
  • Gesicht
  • Wirbelsäule
  • Arme und Beine
  • Herz und wichtige Organe

Hier können insbesondere größere Fehlbildungen frühzeitig erkannt werden.

2. Beurteilung von Markern für Chromosomenstörungen

Zusätzlich suchen wir nach bestimmten Ultraschallzeichen („Marker“), die Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Chromosomenstörungen geben können.

Dazu gehört unter anderem die Messung der Nackenfalte.

Aus den Ultraschallbefunden und weiteren Faktoren kann eine individuelle Risikoberechnung für die drei häufigsten Chromosomenstörungen erfolgen:

  • Trisomie 21
  • Trisomie 18
  • Trisomie 13

3. Präeklampsie-Risikoberechnung

Zusätzlich führen wir eine Risikoeinschätzung für eine mögliche Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) durch.

Das Ersttrimesterscreening ist somit eine sehr umfassende Untersuchung, die weit über eine normale Ultraschallkontrolle hinausgeht.

Kosten:
Das Ersttrimesterscreening ist keine reguläre Kassenleistung und kostet aktuell 249 Euro.


NIPT – nicht invasiver Pränataltest (Prenatest®)

Der NIPT ist eine einfache Blutuntersuchung der Mutter.

Dabei wird kindliche DNA im mütterlichen Blut untersucht, um das Risiko für die drei häufigsten Chromosomenstörungen einzuschätzen:

  • Trisomie 21 (Down-Syndrom)
  • Trisomie 18
  • Trisomie 13

Die Untersuchung ist für Mutter und Kind ungefährlich.

Der Test auf diese Chromosomenstörungen wird bei entsprechender Voraussetzung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Wenn Sie möchten, kann zusätzlich das Geschlecht Ihres Babys bestimmt werden. Dies muss ausdrücklich zusätzlich beauftragt werden und kostet aktuell etwa 40 Euro.

Der NIPT ersetzt nicht die Ultraschalluntersuchung. Beide Untersuchungen ergänzen sich sinnvoll:
Der NIPT untersucht die Chromosomen, während der Ultraschall die Entwicklung und die Organe Ihres Kindes beurteilt.


Feinultraschall (20.–22. Schwangerschaftswoche)

Der Feinultraschall ist eine ausführliche Ultraschalluntersuchung im zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Der optimale Zeitraum liegt zwischen der:
20. und 22. Schwangerschaftswoche

Dabei werden die Organe Ihres Babys nochmals sehr genau untersucht, unter anderem:

  • Gehirnstrukturen
  • Herz und Herzfunktion
  • Herzklappen
  • Wirbelsäule
  • Gesicht (z. B. Beurteilung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte)
  • Bauchorgane
  • Arme und Beine

Viele kleinere Auffälligkeiten lassen sich zu diesem Zeitpunkt besser beurteilen als im Ersttrimesterscreening.

Der Feinultraschall ist:

  • ab dem 35. Lebensjahr eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen
  • ansonsten eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)

Kosten bei Selbstzahlerleistung: aktuell 249 Euro


Unsere Empfehlung

Wir empfehlen die Kombination aus:

  • Ersttrimesterscreening mit Risikoberechnung
  • gegebenenfalls NIPT
  • Feinultraschall

Diese Untersuchungen ermöglichen eine besonders genaue Beurteilung der Entwicklung Ihres Kindes und geben vielen Eltern zusätzliche Sicherheit.

Bitte beachten Sie: Auch moderne pränatale Untersuchungen können nicht alle Erkrankungen oder Fehlbildungen erkennen und stellen keine Garantie für ein gesundes Kind dar.

Bei Fragen beraten wir Sie gerne persönlich in unserer Praxis.