Impfungen in der Schwangerschaft – Schutz für Mutter und Kind

 

In der Schwangerschaft gibt es Impfungen, die besonders empfohlen werden, um Sie selbst, Ihr Baby oder beide zu schützen.

Wir beraten Sie gerne zu den empfohlenen Impfungen und führen diese direkt in unserer Praxis durch.


Influenza-Impfung (Grippeimpfung)

Eine Influenza-Erkrankung kann in der Schwangerschaft schwerer verlaufen als bei nicht schwangeren Frauen. Schwangere gehören deshalb zu einer Risikogruppe für schwere Verläufe.

Eine Grippeinfektion kann unter anderem zu:

  • hohem Fieber
  • ausgeprägtem Krankheitsgefühl
  • Komplikationen bis hin zu einem Krankenhausaufenthalt

führen.

Die Influenza-Impfung schützt vor allem die Mutter vor einem schweren Verlauf.

Wann wird geimpft?

Die Impfung ist während der gesamten Schwangerschaft möglich und wird in der Grippesaison empfohlen.

In unserer Praxis führen wir die Influenza-Impfung in der Regel ab 16+0 Schwangerschaftswochen durch.

Wir impfen während der Saison von:
September bis Juni

Im Juli und August führen wir keine Influenza-Impfungen durch.

Da sich die Grippeviren jedes Jahr verändern, gibt es für jede Saison einen neuen Impfstoff. Die Impfstoffe für die neue Saison erhalten wir in der Regel Ende September.

Dadurch kann es vorkommen, dass eine Schwangere in zwei aufeinanderfolgenden Grippesaisons geimpft wird, wenn sie beispielsweise bereits in der vorherigen Saison und erneut im Herbst/Winter derselben Schwangerschaft noch schwanger ist.

Kosten und Nebenwirkungen

Die Influenza-Impfung wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Die Impfung wird in der Schwangerschaft sehr gut vertragen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten.


Keuchhusten-Impfung (Pertussis-Impfung)

Keuchhusten kann für Neugeborene gefährlich werden, da junge Babys selbst noch keinen ausreichenden Impfschutz haben.

Die Impfung in der Schwangerschaft schützt vor allem Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten, indem mütterliche Antikörper über die Plazenta weitergegeben werden.

Dadurch kann das Risiko einer schweren Keuchhusten-Erkrankung beim Neugeborenen deutlich reduziert werden.

Wann wird geimpft?

Wir empfehlen die Pertussis-Impfung routinemäßig im 3. Schwangerschaftsdrittel, bei uns in der Praxis in der Regel um die 28. Schwangerschaftswoche.

Die Impfung kann bei Bedarf auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Wichtig:
Die Impfung wird in jeder Schwangerschaft empfohlen – unabhängig davon, wann die letzte Pertussis-Impfung erfolgt ist.

Kosten und Nebenwirkungen

Die Pertussis-Impfung wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Die Impfung ist sehr gut untersucht und wird in der Schwangerschaft gut vertragen. Häufige Reaktionen können leichte Schmerzen an der Einstichstelle oder ein vorübergehendes Unwohlsein sein.


Impfschutz der engen Kontaktpersonen Ihres Babys

Nicht nur die Mutter, sondern auch enge Betreuungspersonen sollten einen aktuellen Pertussis-Impfschutz haben.

Dazu gehören insbesondere:

  • der werdende Vater
  • Großeltern
  • andere Personen, die regelmäßig Kontakt zum Neugeborenen haben

Eine Auffrischungsimpfung wird empfohlen, wenn die letzte Pertussis-Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt.

Wir bieten diese Impfungen gerne auch für Angehörige direkt in unserer Praxis an.

Der Vater oder die Großeltern können einfach gemeinsam mit Ihnen zum Termin kommen und den Impfausweis mitbringen.

Bei Fragen zu Impfungen in der Schwangerschaft sprechen wir Sie gerne persönlich an.